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Motorradblog über Benzinkultur, Motorradtouren und Custombikes

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Mokka Cycles Honda GL500 Birdee


Zur Einstimmung auf das Wochenende hier der neueste Umbau von Mokka Cycles aus Budapest. Auf Basis der kleinen Schwester der Honda Gold Wing, einer GL 500 Silverwing Interstate hat Árpád einen netten, kleinen Renner gebaut.
Verbaut wurde unter anderem die Vordergabel einer Honda CBR 954, viele andere Teile wie der Tank mit schönen Lederpatches und der Heckrahmen sind Mokka-Eigenbauten. Das Einzige was mich stört ist der Kennzeichenhalter, aber das kann man ja ändern.

Budapest Builds: Mokka Cycles Honda CL250 und Suzuki GN250

Einen Trend in der Custombike-Szene finde ich persönlich ja sehr reizvoll, die Abkehr von „großen“ Motorrädern und die Hinwendung zu kleineren Maschinen um die Viertelliter-Klasse. Handliche Maschinen mit ausreichend Leistung, um im Großstadtdschungel durchzukommen. Einige schöne Umbauten auf SR125- oder SR250-Basis sind so schon von den unterschiedlichsten – meistens südeuropäischen – Customschraubern entstanden.

Aus einer ganz anderen Ecke kommen die zwei Umbauten, die ich Euch heute vorstellen möchte. Mokka Cycles hat Árpád Bozi seine Firma genannt, die in Budapest beheimatet ist. Das erste Mal aufgefallen ist mir Mokka Cycles beim Durchschauen der Bilder vom BSMC III-Event in London im letzten Jahr. Da stand dieser perfekte Umbau einer Honda CL 250 S – ein Bike, welches mir früher schon beschäftigt hatte. Schöne Linien, ausgewogene Farbgebung und viele tolle Details. Daß dieser Umbau nicht nur eine Eintagsfliege sein sollte, bewies Árpád vor einigen Monaten mit einem ähnlich schönen Kleinkaliber-Umbau, diesmal auf Basis einer Suzuki GN 250 (ja, dieses Softchopper-Teil).

Honda CL 250 S

Alle Details zu diesem Umbau findet ihr hier aufgeführt, die kleine Schönheit ist für 4.500 € die Eure. Oder ihr kauft euch für ein paar Schleifen weniger das passende T-Shirt.

Suzuki GN 250

Auch die Umbaudetails zur Suzuki könnt ihr bei The Bike Shed nachlesen, für 5.000 € könnt ihr auch diesen Umbau erwerben.

Befragt nach der Entstehung von Mokka Cycles schilderte mir Árpád seine Motivation folgendermassen:

I always loved bikes and fabricating, doing something handcraft. I studied as an software developer but I disenchanted from the world of IT. I like using computers for designing and drafting custom parts (for cnc milling or lasercutter). And one of the most important things to me is being my own boss. What fascinates me in building motorcycles: it is a special blend of several arts. You have to be almost a whole motorcycle factory in one person – from designing, manufacturing , marketing and sales.

Árpád hat auch angefangen, erste Customteile selber zu bauen wie die hübsche, CNC-gefräste Switchbox, die er an der Suzuki verbaut hat. Zu beziehen sind die über seinen Webshop. Mehr über Mokka Cycles erfahrt ihr auf deren Website oder Facebook Fanpage.

Alle Bilder: Peter Mosoni Photography

Mokka Honda Evolver.07

Mokka_Cycles_Honda_CX500_Evolver_07_4
Der neueste Umbau aus dem Hause Mokka Cycles ist eine Honda CX 500. Ursprünglich fuhr die Güllepumpe in Deutschland, jetzt wurde sie in Ungarn umgebaut um an einen Besitzer in England verkauft zu werden.
Mokka_Cycles_Honda_CX500_Evolver_07_14


Wie ihr den Bildern entnehmen könnt, ist die handwerkliche Qualität wieder über allen Zweifel erhaben. Etwas, was die Arbeit von Árpád Bozi seit Jahren auszeichnet. Viele Detaillösungen wurden hier wieder bei Mokka Cycles selber entwickelt und gebaut wie die Auspuffanlage, die Schaltereinheiten, das Rücklicht oder die Blinker.
Darüber hinaus wurde der Heckrahmen komplett neu gebaut, Excel-Felgen kamen zum Einsatz und für die Dämpfung sorgen vorne die Vorderradaufhängung einer Kawasaki ZX6R inklusive der Doppelscheibenbremsen und hinten Stoßdämpfer von YSS.
Das Resultat sind wieder mal klassische Linien kombiniert mit moderner Technik. Schönes Ding, Árpád!

The Bike Shed Paris: Vol.3 – meine Highlights

Hier nun meine persönlichen Highlights vom Bike Shed Paris. Vollkommen subjektiv und tendenziös.

Honda Enduros
Unübersehbar war die schon vorher im Netz zu beobachtende steigende Beliebtheit von Honda-Enduros als Umbaubasis. Die NX-, XT, XL- oder XR-Modelle scheinen die Vortriebsquelle du jour zu sein. Eine Wachablösung für die sonst ubiquitären Zweiventilboxer oder Triumphs? Wohl noch nicht, dazu sind die Geschmäcker zu verschieden. Für mich persönlich mit meiner Endurovorliebe ist es ein sehr interessanter Trend!

Yamaha Yard Built-Projekte
Shun Miyazawa von Yamaha hatte unter anderem Jens vom Brauck (JvB Moto) und Nicholas Bech sowie Per Nielsen (Wrenchmonkees) im Gepäck. Respektive deren neuesten Umbauten im Rahmen des Yamaha Yard Built-Programmes. Den Vmax-Umbau von JvB Moto hatte ich schon auf den Hamburger Motorradtagen live gesehen, aber da war der so schlecht präsentiert, eingezwängt zwischen anderen Motorrädern und mit Band abgesperrt, daß man ihn gar nicht richtig würdigen konnte. Und besser als mit dem Erbauer kann man nicht über den Umbau sprechen. Es war wirklich sehr lustig, wie Shun und Jens parallel erzählten, wie es zu dem Umbau kam. Wie Jens erst nicht wollte, weil die Vmax gar nicht so richtig in sein Umbauportfolio passen wollte und Shun ihn dann über Wochen damit angepingt hat, bis sie doch zusammen kamen. Sehr spaßig. Auf jeden Fall demonstrierte Jens unfreiwillig, wie gut der Tank als Cupholder für seinen Kaffeebecher geeignet war. Darum baut er die also immer so flach. Die Skullmonkee war ein böses, schwarzes Teil in der gewohnten WM-QUalität. Interessanterweise war an dem Umbau nix geschweisst oder geflext, wie mir Shun erklärte. Macht insofern Sinn, daß sie Umbauteile als Bausatz angeboten werden sollen, um auch Dritten den Nachbau zu ermöglichen.

Kruz Company
Die beiden Jungs aus Brüssel hatte ich garnicht auf dem Schirm, aber Max Funk war da gerne mit sachdienlichen Hinweisen behilflich. Angetreten sind sie mit einer Yamaha SR500 und mit einer Honda Dax. Die SR500 war eines der Highlights der Veranstaltung, sehr schöne Farbgebung in blau und cremeweiss mit tollen Linien. Alle Details des Umbaus kann ich nicht mehr wiedergeben, das müßte Max machen. Ich war aber sehr beeindruckt. Und die Dax war ein geiles Spielmobil und einer der tollen Small-CC’s.

Kleine Hubräume
Man kann auch mit 50-250 Kubik glücklich sein. Neben der Dax von Kruz Company waren noch einige interessante anderen kleinhubräumige Töffs anwesend. Persönlich sehr gefreut hat mit das erstmalig persönliche Treffen mit Arpád von Mokka Cycles, der seine Puch und seine Yamaha dabei hatte, beides auch sehr tolle Umbauten mit viel liebe zum Detail und exzellenter Handwerksqualität.

Lucky Cat Garage / Atelier Chatokhine
Neben dem immer wieder toll anzuschauenden Sprintbeemer hatte Sébastien Lorentz seine neuestes Werk dabei, welches er zusammen mit Atelier Chatokhine aufgebaut hatte: einen Dirt Tracker-Umbau auf der Basis einer 1938er Triumph Speedtwin. Allein der Auspuff war ein Kunstwerk. Toll!

Ducati Scrambler
Neben den drei bereits bekannten Ducati Scrambler-Umbauten von Deus, Officine Mermaid und Mr. Martini war noch eine vierte, in blau gehaltene zu sehen. Mein Favorit bleibt aber der Umbau von Officine Mermaid.

BMW R nineT’s
Viele der anwesenden R nineT’s bewiesen, daß es eigentlich nur einer neuen Lackierung bedarf, um der Ninette einen ganz anderen Charakter zu verleihen. Gold und Weiss fand ich persönlich sehr schick!

Die vielen kleinen Details

Preview: Le Bike Shed Paris

Bike-Shed-Paris-Poster-TICKETPAGE

Wenn es der Pilotenstreik in Frankreich zulässt, sitze ich am Samstag um 06:10 Uhr im Flieger nach Paris. Die Bikes Shed-Jungs erobern nach drei erfolgreichen Shows in London im letzten Jahr nun das europäische Festland. In den alten Messehallen des Carreau du Temple haben sie einen mehr als passenden Rahmen für das Event gefunden. Unter anderem werden Bikes da sein von Mokka Cycles, Tin Can Customs, Atelier Speed Shop, Lucky Cat Garage, Kikishop Customs, die Yard Built-Projekte von Yamaha werden am Start sein (JvB Moto und Wrenchmonkees) ebenso wie die Ducati Scrambler-Umauten von Deus, Officine Mermaid und Mr. Martini. Just to name a few.

Und wenn das Wetter hält, machen wir abends noch einen kleinen Motorradkorso durch Paris. Ick freu ma!

Die Lifestylisierung der Motorrad-Presse

Motorrad-Lifestyle-Magazine

Wes Siler reflektiert Anfang der Woche auf Lanesplitter die Pressevorstellung der neuen Ducati Scrambler, bei der nicht nur die klassische Motorjournaille anwesend war, sondern auch diverse Lifestylemagazine mit lumbersexuellen Redakteuren. Für Ducati reflektiert das die Positionierung der neuen Scrambler, aber es zeigt auch die notwendigen Schritte, die ein Hersteller gehen muss, um wieder jüngere Zielgruppen ans Motorrad heranzuführen. Nicht nur ein Motorrad bauen, welches dieser Zielgruppe entspricht, sondern auch jenseits der oft ingenieursgetriebenen Journaille neue Verbreitungswege zu suchen.

BikeExifs Chris Hunter kommentierte zu diesem Artikel und richtete seine Kritik gegen die Verlagshäuser:

It makes me wonder if we are approaching the endgame for the mainstream US moto press. I know that some advertisers are questioning why they should pay $15, $25 or $35 CPM for ads. Especially when they can get similar audience reach elsewhere, and for less money. Where there aren’t so many overheads or salaries or lunches or offices.

Die deutsche Motorrad-Presselandschaft ist bereits sehr vielfältig, von den Klassikern wie MO und Motorrad über die Custombike zu mehr oder weniger professionellen, reiseorientierten Motorradmagazinen. In den letzten Wochen kamen nun zwei Verlage mit neuen, lifestyleorientierten Titeln auf den Markt: die Motor Presse Stuttgart launchte diese Woche die“FUEL“, der Huber Verlag aus Mannheim brachte „Roadster“ bereits vor ein paar Wochen in den Handel.

In ihrer Themenauswahl gibt es einige Parallelen:

  • über das Wheels & Waves schreibt in der FUEL Sven Wedemayer, im Roadster Herrmann Köpf. Beide schätze ich sehr, jeder bringt seine persönlichen Eindrücke zu Papier, Herrmann fokussiert mehr auf das Event an sich, Sven bringt mehr den generellen Fokus auf die Motorradszene.
  • die Suzuki Fat Mile sowie die Ducati Scrambler wird in beiden Magazinen vorgestellt,
  • Custom-Schrauber werden vorgestellt (HB Custom in der Roadster, Urban Motor in der FUEL), sowie
  • Menschen und ihre Custombikes werden präsentiert.

Fehlt nur noch der Glemseck-Artikel und der übliche Themenmix wäre komplett. Ich würde mir ja wünschen, daß gerade in diesen etwas ambitionierter positionierten Titeln neue Themen gespielt würden. Gerade bei den Customschraubern gibt es noch so viele un- oder wenig bekannte wie Mokka Cycles aus Budapest, Red Hot Chili Customs aus Stettin oder ER Motorcycles aus Slowenien. Überm großen Teich gibt es auch noch Dustin Kott oder Max Hazan. Ebenso existieren neben dem Glemseck und dem W&W viele interessante Motorradtreffen, beispielsweise die im letzten Jahr sehr ambitioniert gestarteten BSMC-Events oder das Dirt Quake.

Von den sonstigen Artikeln ist die Roadster etwas mehr motorrad-fokussiert und bietet auch noch einige Tests im Heft, die FUEL bringt eher Roadtrips wie Svens Bericht über eine nächtliche Ausfahrt durch Berlin mit zwei alten Guzzi V7 Special oder ein Interview mit Motoraver-Helge über den Film „Königreich Klitmøller“ (der allerdings schon über ein Jahr alt ist).

Fazit: beide Titel haben Potential, die Profile der Titel sollten noch etwas geschärft werden und neue Themen aufgegriffen werden, anstatt bekanntes in neuem Anstrich zu präsentieren.

Um das Statement von Chris Hunter nochmals aufzugreifen, weiss ich nicht, ob beide Titel sich in dem gesättigten Special Interest-Markt durchsetzen können. Hierzu sind neben entsprechenden Aboeinnahmen auch Anzeigenerlöse notwendig. Und vielleicht ein ernst zu nehmendes, begleitendes Digitalangebot, was bei beiden noch deutlich ausbaufähig ist.

Sexy Mopped, sexy T-Shirt

Eines der Bikes, bei denen ich dieses Jahr fast schwach geworden wäre und Haus und Hof verkauft hätte, um es zu erwerben war der sehr, sehr geile Umbau einer Honda CL 250 S von Mokka Cycles aus Budapest.

mokka cycles cl 250

Nun, die 4.500 € für das Mopped habe ich dann doch nicht aufgebracht, aber die 25,00 € für das schön gemachte T-Shirt.

mokka cycles cl 250 t-shirt

Der Schnitt ist Slim Fit, ich werde mir also erst wieder meine nächstsommerliche Bikini-Figur zulegen müssen, bevor das Shirt gut sitzt. Zu bestellen hier.

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