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Mission Manx für Spätberufene

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An all diejenigen unter Euch, die die Filmpremieren im Roadrunners verpassten und den schönen Film über den Roadtrip zur Isle of Man lieber mit den Protagonisten als online kucken bietet sich heute abend in der ältesten Kneipe Pankows die Gelegenheit, den Film nochmal zu sehen. Mit den Motor Circus-Jungs und ihren Bikes. Details hier bei Facebook.

Mission Manx – der Film online

Für alle – inklusive mir – die die rauschende Filmpremiere vor zwei Wochen im Berliner Roadrunners nicht miterleben konnten: Mission Max ist seit heute online zu sehen.

Also schnappt Euch nen Bier, Eure Braut oder Euren Kerl und klemmt Euch aufs Sofa um Euch ne halbe Stunde zu entspannen:

MotorCircus presents Mission Manx from Schütze on Vimeo.

Schönes Wochenende!

Filmpremiere Mission Manx

Über das Unterfangen von vier Berliner Jungs auf alten Zweiventilboxern zur Isle of Man zu fahren, berichtete ich bereits. Und sie lassen uns auch alle daran teilhaben, denn der Roadtrip wurde mitgefilmt, einen kleinen Vorgeschmack auf den Film liefert der Trailer:

MotorCircus presents Mission Manx 2013 Trailer from Schütze on Vimeo.

Jetzt ist es endlich soweit, der Film hat Premiere. Am 08. März im Roadrunners Rock & Motor Club im Prenzlauer Berg. Kostet 6,00 €, Anmeldung ist über Facebook möglich.

mission manx filmpremiere

Ick freu ma!

Mission Manx – der Trailer

Im Sommer diesen Jahres unternahmen vier Berliner Jungs auf ihren BMW Stahlrössern einen Roadtrip zur Isle of Man (wir berichteten). Begleitet wurden sie von einem Kamerateam, um das ganze Abenteuer in einem Kurzfilm zu verarbeiten. Der jetzt veröffentlichte Trailer macht schon mal Spaß:

MotorCircus presents Mission Manx 2013 Trailer from Schütze on Vimeo.

Mission Manx

Georg Meier? Nie gehört? Der „Gusseiserne Schorsch“ war 1939 der erste Nicht-Brite, der bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man gewann – auf einer kompressorgeladenen BMW 255. Sein damaliger Rundenrekord sollte für lange Zeit unerreicht bleiben.

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Als Hommage an den Meier Schorsch planen vier Berliner, ihre BMW-Stahlrösser zu satteln, um zum Classic TT-Race auf die Isle of Man zu fahren (mit einem kleinen Umweg über das Ace Café in London). Mehr zum Projekt gibt es unter http://www.motor-circus.com. Um ein bisschen Benzingeld für die Reise zusammen zu bekommen gibt es am 19. Juli im Roadrunners Rock & Motor Club in Berlin eine Support Party:

mission manx 2013

Zur Motivation gibt es Sailor Jerry Shots, für das kulturelle Rahmenprogramm sorgt The Charcoal Sunset und Ricky Rocket & The Phantoms sowie die Premiere des Mission Manx Teasers (was darauf hindeutet, daß es zu dem Projekt auch einen Roadmovie geben wird).

MotorCircus presents Mission South – The Documentary

Die MotorCircus-Crew hat nach Ihrem Trip auf die Isle of Man zur TT 2013 nun im letzten Jahr ihr nächster Motorradabenteuer bestritten. Dafür sind sie nicht innerhalb irgendwelcher persönlicher Komfortzonen durch Europa gefahren. Nein, in ihrer Mission South widmen sich die Jungs einem sehr persönlichen Anliegen sind nach Afrika bis nach Gambia geführt, um dort ihr Benefiz-Projekt „Ärzte Helfen e.V.“ zu unterstützen. Die ganze Geschichte lest ihr besser auf der Mission South-Website durch.
Vor vier Wochen feierten wir feuchtfröhlich im Roadrunners in Berlin die Premierenparty ihres Roadmovies.

Für alle, die nicht dabei sein konnten gibt es seit heute abend den Film auch online. Enjoy!

MotorCircus presents Mission South

Nach Mission Manx haben die Jungs von MotorCircus ihr nächstes Abenteuer in Filmform dokumentiert. Ihre „Mission South“ hat sie nach Afrika bis nach Gambia geführt, um dort ihr Benefiz-Projekt zu unterstützen.
Der Film hat am 22. April im Roadrunners Club in Berlin Premiere. Den Trailer könnt ihr jetzt schon hier sehen:

MotorCircus Presents Mission South Trailer from Schütze on Vimeo.

Berlin Builds: MotorCircus ToasterRoadster

Als Berliner mag es für mich nahe liegend sein, aus Berlin stammende Motorrad-Umbauten zu featuren. Es passiert aber auch sehr viel, neben den professionellen Kradschmieden wie Urban Motor gibt es auch viele private oder semiprivate Schrauber, die tolle Maschinen bauen.

Den Anfang der Berlin Builds macht ein Motorrad, das der eine oder andere vielleicht schon aus dem Film Mission Manx von MotorCircus kennt.

Als Basis diente dem Besitzer Marko Kramer eine 1983er BMW R80 RT von Urban Motor.

ToasterRoadster

ToasterRoadster

Durch einen Siebenrock-Kit wurde der Hubraum auf 1.000 Kubik erweitert, die Leistung stieg hierdurch von 50 auf 65 PS, was die BMW auf knapp 200 km/h beschleunigt. Zusätzliche Schmankerl beim Motorenumbau sind offene Luftfilter von K&N, die Zündung von Harley Davidson und Indische Royal Enfield Töpfe und scharfe Nockenwelle.

Antriebs- und fahrwerksseitig sind der relativ kurzen Achsantrieb der R80/ RT mit der Übersetzung 37/11 verbaut, Koni Federbeine sorgen dafür, daß der Gummi gut auf dem Asphalt aufliegt.

ToasterRoadster

ToasterRoadster

Der Lenker ist ein Sonderlenker von LSL der schon an der berühmten Lindy Bob verbaut worden ist. Der Zusatzscheinwerfer – eine alte Scharlach-Lampe – ist ein Geschenk von Spot Vintage.

In all seinen Bestandteilen umspannt der ToasterRoadster vier Dekaden:

  • der Scheinwerfer ist von einer alten Ural aus den 50ern,  abgestimmt mit einem VDO BMW Tachometer ,
  • der Tank ist ein  US BMW75/5 Toastertank von 69, daher auch der Name
  • die klassischen Speichenfelgen stammen von der BMW/7-Serie aus den 70ern,
  • der Motor schlussendlich ist aus den 80ern.

Und den Beweis, daß die Maschine langstreckentauglich ist, wurde mit der Tour auf die Isle of Man und zurück eindrucksvoll erbracht.

Urban Motors Track Grinder

Heute präsentierte Urban Motor ihren ersten Umbau auf Basis der neuen BMW R nineT im Rahmen der Custombike-Messe in Bad Salzuflen. Auf dem BMW-Stand wurde sie Seite an Seite mit der Standard R nineT ausgestellt, so daß man im direkten Vergleich die Veränderungen studieren konnte.

Hier zunächst die Ausgangsbasis:

BMW-R-nineT

Und hier der Umbau:

Urban-Motor-Track-Grinder-Dreiviertelvorderansicht

Auffällig ist an der Front schon mal der Umbau auf eine Gasentladungslampe zwischen den Federbeinen, wie es Urban Motor schon bei der Earl Grey und der Stummelstolle vorexerziert hatte. Dies verschafft der BMW ein komplett neues Gesicht, zumal auch der Instrumentenhalter entfernt wurde und ein kleines Motogadget-Display integriert in die Gabelbrücke nun die Fahrinformationen bereit hält.

Die Blinker wurden in die Lenkerenden verlegt, hier kommen ebenfalls Motogadget-Teile zum Einsatz. Auf den ersten Blick sieht man sie kaum, die Lichtausbeute sollte aber sehr ordentlich sein. Zusammen mit den Lenkerendenspiegeln ergibt sich eine sehr cleane Optik. Gefällt schon mal.

Urban-Motor-Track-Grinder-Lenker

Urban-Motor-Track-Grinder-Cockpit

Motor und Rahmen bleiben schwarz lackiert. Das stört mich schon bei der Basis-R nineT. Der Motor wirkt wie ein massives, dunkles Trumm und macht die Maschine im vorderen Bereich optisch sehr schwer. Hier würde ich mir einen Akzent wünschen in Form silberner Zylinder oder eines silbernen Motorblocks. Etwas leichter wird es im mittleren Bereich, durch das Entfernen des Luftfilterbox wird das Rahmendreieck freigelegt.

Urban-Motor-Track-Grinder-Rahmendreieck

Auf der linken Seite verläuft der kurze Supertrapp-Auspuff und schafft so eine optische Symmetrie zum Kardan auf der rechten Seite. In meinen Augen ist das deutlich besser gelöst als bei den Standardauspuffvarianten der Werks-nineT.

Urban-Motor-Track-Grinder-Seitenansicht-Auspuff

Kommen wir zu dem Teil der Track Grinder, der mir garnicht gefällt, das spitz zulaufende Heck:

Urban-Motor-Track-Grinder-Heckansicht

Es wirkt in meinen Augen irgendwie verloren, es fehlt ein optischer Ausgleich zum breiten Hinterreifen und dem Kennzeichenhalter. Auch die Biegung nach unten finde ich unnötig, besser hätte mit gefallen, wenn die ansteigende Linie aus dem oberen Rahmenrohr gerade weitergeführt worden wäre. In Kombination mit einem breiteren Heckabschluss wäre es ausgewogener.

Urban-Motor-Track-Grinder-Seitenansicht

Alles in allem stellt die Track Grinder einen interessanten Umbau dar. Wie beschrieben sind Farbgebung und Heck nicht so meins, aber das ist ja Geschmackssache. Am Stand gab es auf jeden Fall reichlich Interesse und Publikumszuspruch zur neuesten Kreation aus dem Hause Urban Motor.

Mehr (bessere, professionelle und überhaupt) Fotos gibt es bei BMW auf Facebook sowie bei heldth.com (inklusive Umbaubilder) , Tim „Mission Manx“ Adler hatte sie vor dem Transport nach Bad Salzuflen in der Urban Motor-Werkstatt abgelichtet.

Edit:
Die österreichischen Kollegen von 1000PS haben Peter zur nineT interviewed:

Benzingespräche: URBAN MOTOR

Neulich als wir bei Bier und Burger bei Burg & Schild mit den Wrenchmonkees zusammenstanden war wieder so ein Abend geiler Benzingespräche mit zum Teil wildfremden Leuten, die aber alle eine Gemeinsamkeit hatten. Die Leidenschaft für das von fossilen Brennstoffen angetrieben Zwei- oder Vierrad. Da viele dieser Gespräche es wirklich Wert sind, festgehalten zu werden, möchte ich in Zukunft versuchen, den einen oder anderen Gearhead zu einem kleinen Benzingespräch zu verhaften und dieses hier zu dokumentieren.

Den Anfang dieser hoffentlich illustren Reihe mach Peter Dannenberg von Urban Motor, den ich letzte Woche traf.

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Was ist denn die Geschichte von Urban Motor? Wie seid ihr entstanden? 

Aus Unlust und Lust. Unlust aus dem, was wir damals alle gemacht haben und Lust, was zu Tun, was wir mit Leidenschaft tun können. Ich kann’s am besten für mich persönlich sagen, ich habe damals im Marketing in der Musikindustrie gearbeitet  und ich hatte eigentlich schon einige Jahre die Schnauze voll und habe dann auch tatsächlich in den Sack gehauen. Ich hatte Anteile an einer Agentur, die habe ich dann verkauft, bin Vater geworden und als ich dann ein Jahr lang auf das Kind aufgepasst habe, habe ich überlegt was man machen kann. Und es gab für mich eigentlich nur zwei große Themen für mich, die Leidenschaft für den Sport und die Leidenschaft für Motorräder, die ich schon seit frühester Jugend habe. Da dachte ich mir, das was ich kann, kann ich auch im Bereich Motorrad machen. Und da ich eine Leidenschaft für Exoten habe und besondere Motorräder und damals schon zwei Leute kennengelernt hatte die Bock hatten was zu machen – und die beide Zweiradmechaniker waren  – dachte ich, daß wir ein gutes Team werden können. Das Konzept haben wir über ein Jahr hinweg ausgearbeitet und haben Urban Motor entstehen lassen.

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Und seit wann gibt es Euch?

Eröffnet haben wir 2009, das heißt aber, daß die Idee schon früher stand. Ich habe 2007 angefangen am Konzept zu arbeiten, wir hatten Ende 2008 auch schon die Location gefunden, was auch ganz wichtig war. Im Herbst 2008 haben wir dann angefangen das hier auszubauen, die große Eröffnungsparty war dann im April 2009 und seitdem gibt es uns offiziell.

Mit welchen Zielen und Erwartungen seid ihr damals an den Start gegangen?

Spaß zu haben! So naiv das klingt bei drei Jungs, die fast alle 40 sind und sagten „wir wollen nur Spaß haben“, aber das war das Hauptziel. Wir wussten alle, daß wir enorme materielle Einschnitte würden machen müssen. Im Vorfeld haben wir natürlich den Markt abgecheckt und wußten, daß das was wir vorhatten, enorm risikoreich war. Und viele Leute haben uns den Vogel gezeigt als wir sagten, wir nehmen hauptsächlich alte Europäer – v.a. BMW Zweiventilboxer – und machen die schön. Das haben uns die meisten schon nicht geglaubt. Das absolute No-Go war dann unser Plan, damit auch noch Geld verdienen zu wollen. Da haben uns viele für komplett irre erklärt. Aber wir dachten uns, wenn wir drei darauf schon Bock haben gibt es da draußen sicher noch viel mehr Leute, denen das gefällt. Und mittlerweile glauben wir schon, daß wir viele der damaligen „Vogelzeiger“ eines Besseren belehrt haben.

Gibt es Differenzierungsmerkmale von einem Urban Motor-Umbau zu anderen? Gibt es bestimmte Stilmerkmale die Euch wichtig sind und die in Euren Bikes wiedererkannt werden sollen?

Das ist eigentlich ganz schwierig, denn wir sind eigentlich keine typischen Designer. Wir sind eher Bauchtypen und Motorradfahrer. Gibt es ein Stilmerkmal? Bemerkenswert war sicherlich, daß wir als Urban Motor vor allem BMW Zweiventilboxer umgebaut haben. Das hat damals keiner gemacht, also nicht ernsthaft. Das hat vielleicht jemand für sich zu Hause privat gemacht, weil er schon immer darauf abgefahren ist. Aber das hat keiner gemacht mit einem wirtschaftlichen oder professionellen Interesse dahinter. Ich glaube nicht, daß es wirklich ein Stilmerkmal gibt außer der Tatsache, daß wir enorm auf Reduktion und Vereinfachung stehen aber auch auf eine Form von Perfektion, wenn man das tut. Also daß es auch wirklich ineinandergreift, was man da tut. Nicht nur abhacken, sondern wirklich verändern. Man muss ein Design immer verändern, wenn man das tut damit eine Linie erhalten bleibt. Aber da spricht sicherlich der Blinde von der Farbe, weil – wir wie eingangs gesagt – eigentlich keine Designer sind. Wir denken aber daß wir für die Materie, mit der wir uns beschäftigen ein gutes Gefühl haben.

Wieso genau BMW? Es gibt auch andere Hersteller, die nicht unbedingt häßliche Motorräder bauen wie Guzzi oder Triumph, die auch gerne für Umbauten als Basis genommen werden.

Ganz ehrlich: wir wollten ja auch anders sein! BMW ist jetzt nicht das Motorrad von dem ich als 18-jähriger geträumt hätte. Ganz im Gegenteil. Als ich 18 war, da war das das Allerletzte. Aber genau diese Motorräder, die neu vom Band liefen als ich 18 war, die bauen wir heute um. Und ich glaube auch ein bißchen um uns abzugrenzen. Wir wollten was anderes machen. Es gab Ducati Customizer in Deutschland, es gab schon lange – auch in Berlin – Guzzi Customizer, das war nix neues. Mein Herz hängt von der Ästhetik her an Moto Guzzi, ich bin auch viele Jahre Moto Guzzi gefahren, muß aber auch zugeben daß es auch eine Phase als Student gab, in der ich auch BMW gefahren bin. BMW war in gewisser Form die erste Art der Abgrenzung: „wir machen was, was noch keiner gemacht hat!“ Klar gibt es auch in Berlin Mitbewerber wie die Boxerschmiede , die aber mehr als Reparaturwerkstatt galten und ab und zu mal irgendwas umgebaut haben.

Wir wollten uns aber wirklich als Customizer positionieren, also ein Motorrad als Basis nehmen was technisch gut ist – und das ist ein alter BMW Boxer immer. Ich bin nach wie vor – da staunen immer die Leute, das ist aber kein Widerspruch – kein großer Fan von der Ästhetik des Boxermotors. Aber wir wollten uns damals etwas abgrenzen und wir haben einfach technisch eine sausolide Basis, bei denen man den Leuten auch offen und ehrlich sagen kann: du kaufst da was Gutes und wir geben Dir gerne die Gewährleistung. Man kann sich das ja vorher alles ankucken und wir revidieren das Fahrzeug sowieso komplett, also auch den Motor, den Antriebsstrang und das Getriebe. Und danach ist das Ding wieder für die nächsten 100.000 km gut. Es ist grundsolide Technik, es ist alltagstauglich obwohl es Old- und Youngtimer sind.

Wenn Du Dir jetzt andere Customizer anschaust – national oder international – gibt es da einen Umbau – BMW oder auch nicht – , bei dem Du gedacht hast „geil, das hätte ich auch gerne gemacht!“?

Ja, der allererste Titel der Wrenchmonkees in der MO, dieser Honda Reihenvierzylinder, das war einfach ein saugeiles Motorrad. Vorher hatte ich auch geile Sachen von DEUS gesehen. Die haben auch diesen Hang zu Reduktion, kombiniert mit den designerischen Veränderungen, was das ganze wunderschön macht. Die haben da einfach ein Händchen dafür.

Ich fand auch die Flat Red von Jens vom Brauck total geil. Das war ein oder zwei Jahre bevor ich auf die Idee kam, meinen Scheiß mal hinzuschmeissen und zu überlegen, ob ich nicht mal was neues im Leben machen kann. Damals bin ich auch das erste Mal mit Jens – der heute ein guter Freund von mir ist – in Kontakt getreten und der hat nur gesagt „Sowas bau ich nicht nochmal für kein Geld der Welt!“ Er ist halt auch ein Künstler, aber das ist halt auch Reduktion, wenig, schön gestaltet, basierend auf einem älteren Motorrad, das sind schon die Dinge… aber daß ich sagen würde ich hätte es gerne gemacht? Nein, ich freue mich wenn andere Leute schöne Sachen bauen. Ich freue mich total über ästhetisch wertvolle Motorräder, ich freue mich über alle Dinge, die ästhetisch wertvoll sind.

Wie entsteht bei Euch ein Umbau? Habt ihr selber eine Idee oder kommt ein Kunde mit einem Basismotorrad und / oder eigenen Vorstellungen?

Ich kann Dir sagen wie wir angefangen haben. Wir haben diese Firma gegründet und dann vier, fünf Motorräder gebaut und dann versucht, die in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Motorräder hatten unterschiedliche Stilrichtungen, so wie wir sie schön fanden und die sind gut angekommen. Seitdem ist es fast ausschließlich so, daß wir im Kundenauftrag Motorräder bauen. Aber das basiert immer auf unseren Ideen und die Leute werden halt auf uns aufmerksam weil sie irgendwas schön finden was sie bei uns gesehen haben und sicherlich lassen die auch ihre individuellen Wünsche bei uns einfließen aber wir würden nie etwas bauen was wir nicht gut finden. Also so ’ne Anfrage nach einem Chopper würden wir ablehnen. Zum einen haben wir genug zu tun und zum zweiten haben wir da auch gar keinen Bock drauf. Keiner von uns ist Chopper-Fahrer oder hat ein Bedürfnis danach. Ich will ja nicht sagen daß das in 20 Jahren anders aussieht, aber im Augenblick nicht. Wir würden nie was bauen, was uns nicht gefällt.

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Gab es schon den Fall, daß ein Kunde ankommt und sagt, ich hätte gerne das oder das Basismotorrad und ihr habt den Umbau abgelehnt?

Wir sind ja in kürzester Zeit schon sehr spezialisiert gewesen und es ist ja auch eine wirtschaftliche Problematik. In dem Moment in dem Du dich auf einschießt auf irgendwas und das war bei uns Guzzi und BMW, dann hast Du natürlich ein gewisses Know-How und auch Ersatzteile da sowie einen gewissen Workflow. Wenn jemand nach einer Schublade fragt für uns dann sind das in erster Linie Young- und Oldtimer aus Europa, hauptsächlich Moto Guzzi, Ducati und BMW, aber wir haben ja auch Triumph gemacht in Zusammenarbeit mit Jens (vom Brauck) und andere Geschichten. Wir machen einfach keine japanischen Motorräder. Know-How wäre sogar da, aber mit der Ersatzteilversorgung haben wir uns gar nicht beschäftigt und es machen so viel andere. Die Göttlichen – DEUS – haben es allen vorgemacht und denen brauche ich auch nicht nachzueifern. Geiler kann man es nicht machen, warum soll also ich das machen. Wir sind nicht angetreten um irgendwas nachzumachen. Wir lieben alle Motorräder, auch japanische. Gerade heute habe ich wieder ein Anfrage gehabt, ob wir eine (Yamaha) MT01 umbauen würden. Das würde ich super gerne machen, aber wir haben keine Erfahrung damit und das würde super viel Kapazitäten wegziehen, daß es auch unwirtschaftlich für uns wäre. Wir haben immer auch das Thema der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen, weil wir das alle auf professioneller Basis machen und auch davon Leben wollen. Das ist keine Spielerei mehr, wir können eben nicht mal schnell eine MT01 umbauen mit dem Gedanken, da könnte man wirklich was geiles draus machen. Da sind uns materiell auch die Hände gebunden.

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