Der neue Film Adventure Country Tracks France ist seit heute – dem 25.12. online. Und er macht ziemlich schnell klar, dass es hier nicht um Hochglanz-Adventure oder touristische Abkürzungen geht. Gezeigt wird Adventure Riding, wie es in Europa tatsächlich stattfindet. Mit Planung, Rücksicht, Umwegen und Momenten, die man nicht kontrollieren kann.

Fünf Tage, 970 Kilometer und kein Postkarten-Frankreich

Die Route führt vom Massif Central bis an die Ausläufer der Pyrenäen. Dazwischen liegen Wälder, Schluchten, rote Erde, alte Asphaltbänder und lange Schotterpassagen. Der Film zeigt bewusst kein Frankreich für Durchreisende, sondern Regionen, die man nur versteht, wenn man sich Zeit nimmt und bereit ist, auch mal stehenzubleiben.

Wenn nicht alles nach Plan läuft

Platte Reifen, blockierte Wege wegen Waldbrandgefahr, Verletzungen, gesperrte Abschnitte und spontane Routenänderungen gehören im Film selbstverständlich dazu. Genau diese Szenen geben dem Projekt Glaubwürdigkeit. Das Abenteuer entsteht nicht trotz der Probleme, sondern durch sie. Wer Adventure Riding ernst nimmt, erkennt sich hier schnell wieder.

Verantwortung ist Teil der Strecke

Ein zentrales Thema des Films ist der respektvolle Umgang mit Wegen, Landbesitzern und lokalen Regeln. Geschlossene Schranken bleiben zu, gesperrte Tracks werden nicht diskutiert. Der Film macht deutlich, warum die Arbeit von Adventure Country Tracks e.V. so entscheidend ist. Legales Offroad-Fahren ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von Vertrauen, Regeln und Verantwortung.

Mehr Informationen zum Projekt und zur Mitgliedschaft finden sich direkt auf der offiziellen Seite von Adventure Country Tracks.

Landschaft, die ständig ihr Gesicht ändert

Was Adventure Country Tracks France besonders macht, ist die enorme Vielfalt. Kühle Schluchten wechseln sich mit dichten Wäldern ab, später folgen rote Schotterflächen, offene Plateaus und mediterrane Landschaften. Nichts wirkt inszeniert, alles ergibt sich aus der Strecke. Der Film lebt davon, diese Wechsel nicht zu erklären, sondern sie erlebbar zu machen.

Gemeinschaft statt Ego-Show

Der Film erzählt keine Heldengeschichte. Es geht um Gruppe, Abstimmung, gemeinsames Essen mit Einheimischen, Kaffee am Morgen und Diskussionen über Streckenschwierigkeiten. Adventure Riding wird als kollektive Erfahrung gezeigt. Genau das hebt den Film von vielen anderen ADV-Formaten ab. Es zeigt einen ehrlichen Blick auf das, was Adventure Riding in Europa heute bedeutet.

Wer sich für frühere ACT-Projekte interessiert, findet auf kettenritzel.cc bereits Artikel zu anderen Adventure Country Tracks und deren Hintergründen.