Das vorletzte Rennwochenende der DTM 2025 in Spielberg hatte alles: ein dominantes Rennen von René Rast, Drama in der letzten Runde und einen Premierensieg für Ricardo Feller. Vor den Augen von über 42.000 Fans auf dem Red Bull Ring spitzte sich der Titelkampf weiter zu – mit gleich neun Fahrern, die vor dem Finale in Hockenheim noch Chancen auf den Titel haben.

Samstag: Rast siegt, Aitken verzockt sich in der letzten Runde

René Rast nutzte den Heimvorteil in Österreich perfekt. Bereits in Runde zwei übernahm er die Spitze von Teamkollege Marco Wittmann und kontrollierte danach das Feld. Der dreifache Champion brachte den dritten Saisonsieg sicher ins Ziel und übernahm damit erstmals die Tabellenführung.

Für Schubert Motorsport wurde es sogar noch besser: Wittmann kam als Zweiter ins Ziel und machte den Doppelsieg für BMW perfekt. Dahinter lag lange Zeit Jack Aitken auf Podiumskurs. Doch ausgerechnet in der letzten Runde rutschte er mit seinem Ferrari von der Strecke – und verpasste so nicht nur das Podium, sondern auch die Tabellenführung. Nutznießer war Thierry Vermeulen, der sich über seinen zweiten Podestplatz der Saison freuen durfte.

Das Rennen zeigte einmal mehr, wie schnell sich in der DTM alles drehen kann. Die ersten acht Fahrer liegen innerhalb von nur 15 Punkten – Spannung bis zum Schluss ist garantiert.

Top 5 – Rennen 13, Red Bull Ring

  1. René Rast (Schubert Motorsport, BMW)
  2. Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW)
  3. Thierry Vermeulen (Emil Frey Racing, Ferrari)
  4. Ben Green (Emil Frey Racing, Ferrari)
  5. Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward Racing)

Sonntag: Feller schenkt Land-Motorsport den Premierensieg

Am Sonntag schrieb Ricardo Feller Geschichte. Der Schweizer setzte sich nach einem packenden Duell mit Thierry Vermeulen durch und holte seinen ersten DTM-Sieg – zugleich der erste für Land-Motorsport. „Ich bin unglaublich stolz, Land-Motorsport den ersten DTM-Sieg zu schenken“, sagte Feller im Ziel.

Vermeulen war erneut stark unterwegs und sicherte sich den zweiten Podiumsplatz in Folge. Für Lokalmatador Lucas Auer ging ein kleiner Traum in Erfüllung: Mit Platz drei feierte er sein erstes Heim-Podium auf dem Red Bull Ring. Noch wichtiger: Der Österreicher holte sich die Tabellenführung zurück, die er am Samstag an Rast verloren hatte.

Hinter den Top-Drei komplettierten Maro Engel im Mercedes und Arjun Maini im Ford die Top 5. Rast dagegen fiel nach zwei Penalty-Laps weit zurück – ein Rückschlag im Titelkampf, den er aber beim Finale in Hockenheim noch ausgleichen könnte.

Top 5 – Rennen 14, Red Bull Ring

  1. Ricardo Feller (Land-Motorsport, Audi)
  2. Thierry Vermeulen (Emil Frey Racing, Ferrari)
  3. Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf)
  4. Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward Racing)
  5. Arjun Maini (HRT Ford Performance)

Spannung pur vor dem Finale

Die Tabellenkonstellation vor Hockenheim verspricht ein Saisonfinale wie aus dem Bilderbuch. Auer führt die Meisterschaft mit 171 Punkten an, dahinter lauern Jordan Pepper (164) und René Rast (160). Thierry Vermeulen, Maro Engel und weitere Fahrer haben ebenfalls noch Chancen. Insgesamt neun Piloten dürfen sich Hoffnungen machen – so offen war ein Titelkampf in der DTM selten.

Vom 3. bis 5. Oktober entscheidet sich auf dem Hockenheimring, wer sich die Krone 2025 aufsetzen darf. Klar ist schon jetzt: Nach diesem Wochenende in Spielberg ist die DTM so spannend wie lange nicht mehr.