Triumph legt nach: Mit der Scrambler 400 XC bekommt die bestehende Scrambler 400 X jetzt eine geländegängigere Schwester zur Seite gestellt. Und wie es sich für eine Scrambler gehört, darf’s bei der XC ruhig auch mal dreckig werden.
Die Zutaten dafür sind bekannt, aber gut kombiniert: Kreuzspeichenräder mit schlauchlosen Metzeler Karoo Street-Reifen, ein hochgezogenes Schutzblech, Handprotektoren, Motorschutz aus Aluminium und eine entspannte Ergonomie. Die Gabel (43 mm, Upside-down) und das Monofederbein bieten je 150 mm Federweg. Dazu gibt’s einen breiten Lenker, gut erreichbare Rasten und einen soliden Stand – auch wenn’s mal auf losem Untergrund zur Sache geht.

Mit dem bekannten 398-Kubik-Single aus der TR-Serie schiebt die XC munter nach vorne. 40 PS und 37,5 Nm reichen für Landstraße, Schotterwege und Stadtverkehr völlig aus – und das Ganze mit einem Sound, der sich hören lassen kann. Ride-by-Wire, Offroad-ABS-Modus, Traktionskontrolle zum Abschalten – alles drin, was man für kleine Ausflüge abseits des Asphalts braucht.
Auch optisch bleibt die XC ganz Triumph: Klassischer Tank mit Kniepads, aufgeräumte Linien, schwarze Details, goldene Gabelholme – und drei Farben zur Wahl: Racing Yellow, Storm Grey und Vanilla White. Die Sitzhöhe ist moderat, das Gewicht bleibt niedrig, die Sitzposition aufrecht. So sollen auch Einsteiger oder kleinere Fahrerinnen und Fahrer gut zurechtkommen.











Interessant: Die XC wurde in Hinckley entwickelt, richtet sich aber an ein weltweites Publikum. In Indien ist sie bereits auf dem Markt – und kommt jetzt ab September 2025 auch zu uns. Der Preis liegt bei 7.145 Euro (zzgl. Nebenkosten in Deutschland), inklusive vier Jahren Garantie. Für Österreich werden 7.795 Euro fällig – inklusive allem.
Wer will, kann sich das Bike im Online-Konfigurator noch mit passendem Zubehör aufhübschen – etwa mit Gepäcklösungen, Windschild oder Style-Parts. Alles ab Werk mit Garantie.
Was gibt’s an Alternativen?
Die neue Triumph Scrambler 400 XC positioniert sich genau zwischen der minimalistischen Fantic Caballero 500 und der eher tourentauglichen Brixton Crossfire 500 XC. Die Fantic punktet mit niedrigem Gewicht, klassischem Scrambler-Look und kernigem Einzylinder, ist aber eher puristisch unterwegs – ohne viel Elektronik-Schnickschnack. Die Brixton bringt dagegen einen Zweizylinder mit mehr Leistung, dafür aber auch mehr Gewicht und weniger Offroad-Fokus.
Die Triumph sortiert sich in der Mitte ein: Sie bietet moderne Technik wie Ride-by-Wire, Offroad-ABS, USB-C-Anschluss und eine hochwertige Verarbeitung, die man in dieser Klasse sonst selten findet. Auch wenn die Leistung mit 40 PS etwas unter der der Brixton liegt, dürfte sie dank geringem Gewicht und gut abgestimmtem Chassis sehr fahraktiv unterwegs sein.
| Merkmal | Triumph 400 XC |
Brixton 500 XC |
Fantic 500 |
|---|---|---|---|
| Motor | 1‑Zyl., flüssig | 2‑Zyl., DOHC, flüssig | 1‑Zyl., DOHC, flüssig |
| Hubraum | 398 cm³ | 486 cm³ | 463 cm³ |
| Leistung | 40 PS @ 8 000 | 47,6 PS @ 8 500 | 44 PS @ 8 000 |
| Drehmoment | 37,5 Nm @ 6 500 | 43 Nm @ 6 750 | 42 Nm @ 7 000 |
| Gewicht | ca. 180 kg | ~195 kg | 150 kg (trocken) |
| Sitzhöhe | ca. 835 mm | 839 mm | 820 mm |
| Federweg | 150/150 mm | 150/130 mm | 150/150 mm |
| Reifen | 19″/17″ | 19″/17″ | 19″/17″ |
| Preis (D) | 7 145 € | ab ~6 099 € | ab ~7 490 € |
Wer also eine Scrambler sucht, die nicht nur gut aussieht, sondern auch auf der Straße wie im leichten Gelände funktioniert, hat nun drei interessante Optionen – mit jeweils unterschiedlichem Fokus.
Stefan
Und noch immer stelle ich mir vor, wie geil es wohl wäre, wenn das Motorrad nur einen Tick größer wäre und den 900’er Motor im Rahmen tragen würde.
Die 400’er sind wirklich hübsch und der Motor zieht gut durch, aber etwas mehr Reserven….
Alexander
Das glaube ich Dir. Aber meine Dominator hat auch nur 40 PS und wenn ich ehrlich bin reicht das auch vollkommen aus im Gelände und auf der Landstrasse….