BMW Motorrad hat auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este ein neues Concept Bike gezeigt: das Concept RR. Und ja, der Name ist so unspektakulär wie das Bike spektakulär ist. Das Concept RR ist BMWs Blick in die Zukunft der eigenen Superbike-Reihe. Inspiriert vom Werksrennmotorrad M 1000 RR, mit dem Toprak Razgatlıoğlu letztes Jahr die Superbike-WM dominiert hat. Laut BMW war man noch nie so früh dran, ein solches Konzept zu zeigen. Vielleicht, weil man zeigen will: wir können noch eins draufsetzen.

Ein M-Bike im Maßanzug

Technisch basiert das Concept RR auf dem wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotor, der in der aktuellen M 1000 RR bereits über 230 PS leistet. Dazu kommen elektronische Systeme direkt aus der WSBK: Motormanagement, Traktionskontrolle, Motorbremse – alles auf Rennstrecke abgestimmt.

Auch optisch setzt BMW ein klares Zeichen. Das Motorrad ist kompromisslos auf Leichtbau und Aerodynamik ausgelegt. Carbonteile, Aluminium, minimalistische Verkleidung mit Winglets, ein durchströmtes Heck – alles optimiert auf Topspeed, Kurvengeschwindigkeit und Stabilität. Als kleines Extra trägt das Heck ein beleuchtetes RR-Logo.

Mehr Konzept als Serie

Natürlich bleibt das Ganze ein Konzept. Aber eines, das klar macht, wie ernst es BMW mit dem Transfer von Rennsporttechnologie in die Serie ist. Viele Elemente dürften mittelfristig auch in Serienmotorrädern auftauchen – die Grenze zwischen Rennstrecke und Straße wird kleiner.

Das passende Outfit gibt’s gleich dazu

Und weil’s nicht nur ums Fahren geht, sondern auch ums Ankommen, hat BMW gleich noch eine Jacke vorgestellt: die Concept RR LTD. 50 Stück, Kalbsnappa, gefertigt von Meindl. Motorsport trifft Maßschneiderei.

Fazit: Mehr geht immer

Das Concept RR ist ein Statement. Technisch wie optisch. Es zeigt, wohin die Reise geht – oder gehen könnte. Ob und wie viel davon in der Serie landet, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Langweilig wird’s bei BMW Motorrad so schnell nicht.

Testberichte zur S1000 RR, M1000 R und weiteren Motorrädern findest Du hier.