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Zu aktuellen Lärm-Diskussion rund um Motorräder

Der Bundesrat hat am 15. Mai beschlossen, die Geräuschemissionen aller Neufahrzeuge auf maximal 80 dB(A) zu begrenzen. Die Länder wollen zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen (mehr Informationen hier und hier).

Meine Haltung dazu wird in diesem Statement sehr gut zusammengefasst:

Ich plädiere auch zusätzlich noch für ein Nutzverbot an Wochenenden für alles andere was lauter als 80dB ist wie Rasenmäher, Kettensägen, Traktoren, Sportwagen und Flugzeuge. Danach stören wir uns dann an Kinderspielplätzen in Wohngebieten oder Kleinkindern im Nachbars Garten.

Der Rechtsanwalt und Motorradfahrer Frank Hannig hat zum Verbot eine alternative Meinung:

Wie seht ihr das?

Gegen die drohenden Fahrverbote existiert seit ein paar Tagen eine Online-Petition die bereits jetzt knapp 60.000 Unterstützer gewonnen hat.

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Unvernünftig, aber geil! Sagt Hallo zum neuen Motorrad.

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Riding the Rocket 3

  1. Bla

    Laut ist scheiße, (Fahr-)Verbote sind noch scheißer. Und keinen Dank an die Hersteller mit ihren Klappensteuerungen. Und keinen Dank an die wenigen Kradistïnnën, die extra laut durch die Gegend fahren und Anwohnerïnnen und (in Folge) andere Kradistïnnën darunter leiden lassen.

  2. Die 80 dB (A) sind nicht das Problem. Das haben sowohl meine Yamaha XJ 600 S wie auch meine BMW R 1150 GS in ihren Papieren stehen gehabt. Vor 25 bzw. 20 Jahren. Im Fahrbetrieb.

    Warum also die Aufregung? Weil die 80 dB (A) in jedem Fahrzustand nicht überschritten werden sollen. Also auch nicht im Stand im Leerlauf oder wenn der Begrenzer gnadenlos die Drehzahl nicht mehr weiter nach oben klettern lässt.

    Blöd für Klappenanlagen von der deutschen Schmiede [Hersteller bei Bedarf hier einsetzen] ab Werk. Blöd für elektronisch gedrosselte Maschinen aus Italien von [Hersteller bei Bedarf hier einsetzen]. Nicht die Hersteller sind aber in meinen Augen schuld daran das die Maschinen laut sind – der Kunde verlangt danach.

    Wenn es technisch möglich ist raffinierte ECUs zu konstruieren, welche in den Testzyklen bzw. Testbereichen leise Motorräder zur Folge haben (und außerhalb der Testzyklen/Testbereichen laute Maschinen) -> im Prinzip also das Gleiche wie bei der Dieselschummelsoftware. Gesetzliche Lücken werden ausgereizt. Dann macht man die Lücken eben anders.

    Wer unbedingt ein lautes Motorrad will soll eben auf Assistenzsysteme verzichten. Eine Kawa Z 1000 aus den 1970ern wäre eine Option.

    Die Alternative ist eben eine Maschine mit ganz viel Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Rain-Road-Eisdiele-Offroad-Modus und eben in leiser Variante aus aktueller bzw. zukünftiger Produktion.

    Der Käufer hat die Wahl. Auch wie er den Gasgriff bedient. Niemand braucht ein lautes Motorrad um von A nach B zu kommen. Sicherheitsgewinn ist da auch keiner, egal wie oft noch »laute Röhren retten Leben« propagiert wird. Wer sich darüber aufregt, dass ihm jemand seine Förmchen im Sandkasten wegnimmt und er daraufhin selbst jedem seine Förmchen wegnehmen will (siehe Vergleich mit Rasenmäher und Kinderspielplätze im Zitat): Für Rasenmäher und Kinderspielplätze gibt es schon Streckenverbote… Nennt sich dort dann »Ruhezeiten«. Die bekommt man als Anwohner, welcher am Ortsausgang wohnt leider nicht von allen zum Denken theoretisch fähigen Motorradfahrern gegönnt. Da wird eifrig an der Kurbel gedreht damit das Eisen die maximale Lautstärke abgeben kann… Weil das zum Motorradfahren angeblich dazu gehört… Ich habe noch nie einen Nachbar erlebt, welcher an seinem Rasenmäher einen Gang runterschaltet oder den Leerlauf wählt und dann das gute Stück in den Begrenzer jagt… 😀

    Vielleicht wäre ja die Spielplatzregelung tatsächlich etwas für die Motorradfahrer welche den Vergleich mit Spielplätzen suchen: Zwischen 8:00 Uhr bis 12:00 darf man fahren. Und dann wieder ab 14:00 Uhr bis zum Eintritt der Dunkelheit, maximal jedoch bis 21:00 Uhr. Ansonsten nicht. Also wenn man schon Vergleiche sucht und eine Gleichbehandlung verlangt, dann muss man mit den möglichen Konsequenzen leben können. 😀

    Daher zitiere ich zum Schluss den Alexander: »Es ist halt wie bei allen Dingen im Leben: mehr Rücksicht würde helfen. Seufz!«. Stimmt.

  3. Laut ist doof und nervt – „Sound“ iss in!

    Letzterer fehlt sowohl meiner Streety, als auch der dicken, mich meist begleitenden „Tiger“, die wir – jeweils mit Original-Auspuff – durch die Kurven schrubben.
    Aber sch… was drauf, denn schließlich geht’s beim Moppedfahren nicht darum, wer den dicksten, längsten oder lautesten hat…!

    Der kleine Bruchteil, der das irgendwie anders sieht, hat mit seiner permanenter Rücksichtslosigkeit offenbar dafür gesorgt, dass aktuell Fahrverbote im Raum stehen. (Vielen-Dank-für-gaaar-nix-Ihr-Vollpfosten! -Wenn-ich-Euch-kriege-ziehe-ich-Euch-mindestens-die-Ohren-lang. – Und-das ist ein-Versprechen!!!)

    Die gerade angedrohte „Sippenhaft“ ist jedenfalls ein Ding der Unmöglichkeit!
    Warum schießt man sich – diskriminierenderweis – nur auf Motorradfahrer ein?
    Sowas KANN und DARF nicht sein! (GRRRR)

    Ich für meinen Teil gehe bei derartigen Vorschlägen innerlich sofort auf die Barrikaden, hoffe arg, es geht Euch ebenso und…
    dass Ihr umgehend diese Petition unterschreibt!

    LG
    Susy

    PS
    Nachstehender Beitrag hat mir dahingehend übrigens sehr gut gefallen:
    https://www.moto.ch/deutschland-fahrverbote-fuer-motorraeder-an-sonn-und-feiertagen

  4. Micha

    Der Vorschlag geht nicht weit genug. Ich wohne in einem Kurort, an dem jedes Wochenende Schwärme von Motorradfahrern und auch PS-Starke Auto-Petrolposer „einfallen“. Das ist unerträglich. Ich bin dafür den Ort am Wochenende und Feiertagen nur noch für Elektrofahrzeuge zu öffnen. Dann hätten wir auch das Abgasgestinke gelöst. Für Benzingetriebenes Werkzeug sollte das auch gelten. Der Lockdown hat gezeigt wie gut sich das anhören und riechen könnte. P.S. Elektro bringt ohnehin mehr Fahrspass! Auspuff ist aus einer vergangenen Zeit.

    • Die Crux: Elektro ist nichts für die Mitte der Gesellschaft, Elektro ist derzeit nur eine Option für die Besserverdiener (welche die E-Mobilität dann als Zweit-, Dritt- oder Viertfahrzeug umsetzen).
      Plus das Problem der Infrastruktur. Das beste Beispiel dafür habe ich bei mir: TG-Stellplatz ohne Möglichkeit für einen E-Anschluss. Auf etwa 200 m Länge der Straße kommen über 200 Haushalte mit entsprechend vielen Fahrzeugen. Sollen die von Luft und Liebe geladen werden?
      Ergo: Elektromobilität ist derzeit nur etwas für Bewohner von Häusern mit Garage deren Anbindung vom Haushalt (und somit der Garage) an das Stromnetz auch entsprechend Ladestationen ermöglicht. Es ist nichts für Bewohner von Mietwohnungen mit Tiefgarage oder wenig exklusivem da täglich wechselnden Laternenparkplatz.
      Aber ich nehme gerne Spenden entgegen wenn du mir den Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen willst. 😉

  5. Ich schließe mich den meisten meiner Vorredner an. Laut ist out. Ich will ein leises Motorrad. Aber gut, ich kann mir eine solche Forderung auch leisten, ich habe auch einen großen Penis.

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